Kunst soll schön sein

Von Rogi Usarsa dem Ersten:

Die Kunst muss sich dem Schönen widmen. Die Kunst soll angenehm zu konsumieren sein, sie soll einen ästhetischen Nutzen dem Betrachter bieten. Schöne Musik, schöne Bilder, schöne Plastiken, das fordere ich. Das Leben ist schon unangenehm genug.

Die Kunst soll schöne Gefühle erzeugen. Für alles andere gibt es die Natur. Letztere kann auch schöne Gefühle erzeugen, aber noch viel größer ist nicht nur ihr negatives Potenzial, sondern auch ihre andauernde negative Wirkung. Das Leben ist schlecht. Das Schlechte findet seinen Weg alleine in unser Leben. Alles fällt der Entropie zum Opfer. Wir nutzen unsere Kraft, um der Natur Besseres entgegenzustellen. Aber wir können auch lernen, mit der Natur umzugehen und sie zu sehen, positiv zu erleben.

Es gibt also eine Ausnahme: Wenn die Kunst das Maß der Hässlichkeit, das Maß des Wehes durch ein mindestens ebenso großes Maß an Aufklärung ausgleicht, bewahrt sie ihr Existenzrecht.

Was ist eigentlich ein Kunstwerk?

Ein Kunstwerk ist in der Regel eine Sache, die mit handwerklichem Geschick geschaffen wurde und dessen Produktion mit Blick auf eine Bedeutung zielgerichtet aufwendiger war, als es rein stofflich-technisch/funktional erforderlich war.

Die Forderung an die Kunst ist also so zu präzisieren: Es muss handwerklich geschickt sein und darüber hinaus soll sie einen weiteren nicht stofflich-technischen Nutzen (nach Vershofen) haben. Dieser muss im Bereich Ästhetik und Ethik liegen.