Perispasmos eine philosophische Fiktion

Perispasmos-A1: Evolution der Planeten

Voraussichtliche Lesedauer: 3 Minute(n) …

Wenn es bei der Evolution letztlich darum geht, welche Entitäten stabil sind und damit fortbestehen, so kann mensch auch den weit hergeholten, aber nicht komplett denkunwürdigen Gedanken, dieses Mem, bedenken:

Nachdem die Spezies Mensch in den letzten Jahrhunderten zunehmend eine Bedrohung für die Erde und ihre Bewohner geworden war, könnte nun langsam aber sicher durch das wachsende Bewusstsein der Menschheit für ihren Einfluss und ihre Verantwortung der Faktor Mensch der entscheidende Vorteil für diesen Planeten im Wettbewerb mit anderen Planeten sein. Nicht bloß die ökologischen Probleme, die Menschen selbst verursacht haben, sondern auch andere Gefahren könnte der Mensch in naher Zukunft für sich, aber auch andere Arten auf diesem Planeten abwehren.

Habitate, also Lebensräume, von Lebewesen wurden und werden nicht bloß durch die Erweiterung der menschlichen Siedlungsgebiete, Ressourcenabbau oder die Umweltverschmutzung der Menschen verkleinert oder zerstört, denn sie können auch frei von menschlicher Schuld zerstört werden. Es genügt zum Schutz der Lebensräume von Füchsen, Fischen oder Vögel nicht, wenn wir uns beschränken und in Europa Städten wie der kleinen und vollen 18 Millionen Stadt Conoma oder auch Sürsbel die weitere Ausdehnung zentral aus Annuki verwehren, um Lebensräume der Wildtiere zu schützen. Diese werden auch durch andere Gefahren bedroht: Es gibt Erdbeben, davon sind die FFE-Metroppolen Tusnibal und Palene in Europa am häufigsten betroffen, sowie ihre Hoheitsgebiete im Nomansland. Neben Erdbeben können auch Fluten, Tornados oder Vulkanausbrüche die einzigartigen Lebensräume von unseren nicht-menschlichen Mitlebewesen gefährden. Den Wiederaufbau von Habitaten nach Naturkatastrophen können Menschen für Tiere organisieren, dies ist in unserem freien und fortschrittlichen Europa nicht bloß möglich, sondern auch Pflicht.

Stets in Betracht zu ziehen, wenngleich sie auch nur selten im Bewusstsein residieren, sind Gefahren, die nicht irdisch sind. In Fiktionen findet Eines Meteoriteneinschläge des Öfteren, doch darf mensch sich nicht zum Konsum schlichter Dramaturgien verurteilen, wenn mensch über reale Bedrohungsszenarien zu sinnieren bestrebt ist. Meteoriteneinschläge haben immer das Potenzial, nicht bloß Habitate, sondern ganze Arten zu vernichten, sogar diesen ganzen Planten.

Nun kennt mensch aus den ganzen Actionverfilmungen, wie sie mittlerweile sogar mit BATs erleben darf, die heroischen Taten einiger, weniger Menschleins, die die Erde retten, indem sie in Spaceshuttles zu Asteroiden fliegen und diese zerstören, bevor sie die Erde erreichen. Möglicherweise sind diese Gedanken schon in wenigen Jahren mehr als bloße Fantasien.

In der Altzeit gab es schon Autoren, die anhand dieser möglichen Szenarien die menschliche Spezies als eine Art potenzielle Immunabwehr betrachten, und damit den Planeten, welcher die Ressourcen und Bedingungen zur Entwicklung dieser Spezies bereitstellte, in einer planetarischen Evolution im Vorteil sahen.

Der Reiz an diesem Gedanken ist nicht nur, dass man die Präsenz der menschlichen Tiere auf einem Planeten damit positiv werten könnte, sondern auch, dass die Evolution auf einer ganz neuen Ebene zu betrachten wäre. Eine Entität des Typs Planet bestünde länger, wenn sie Lebensformen beheimaten könnte und würde, welche in der Lage sind, den Planeten von Gefahren zu schützen. Der Autor, auf den hier Bezug genommen wurde, sah seinerzeit noch nicht ernsthaft eine solche Entwicklung als realistisch an[1], da viele Altzeit-Jahrzehnte vor Erscheinen ebendieses Buches ernsthafter Umweltschutz noch nicht betrieben wurde.

Die Schwachstelle der Idee der planetarischen Evolution ist natürlich die Reproduktion. Planeten reproduzieren sich nicht – jedenfalls in keinem uns gängigen Sinn oder Gebrauch von Wörtern und Zeichen. Mutter Erde wird wohl kaum zu gebären beginnen und Erdbeben sind weder Vorwehen noch Press- oder Nachwehen.

Der Autor dieses dennoch interessanten Mems präsentiert das Menschlein jedoch wenigstens als einen möglichen Retter esses Mittiere. Falls die Sonne in einigen Milliarden AZ-Jahren die Erde unbewohnbar macht, könnte eine (technisch) fortschrittliche menschliche Spezies Mensch den Umzug aller Menschen und auch aller Tiere veranlassen.

Für eine noch ernsthaftere Auseinandersetzung mit diesem Gedanken braucht es allerdings etwas mehr Optimismus in Bezug auf das Leben und die Menschheit. Wie schon bald auch dem letzten hoffnungslosen Optimisten deutlich werden wird, besteht dazu kein Grund.


[1] Vgl. Schmidt-Salomon 2014, 306.

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