Perispasmos eine philosophische Fiktion

Perispasmos-Darlegung: 2. Vorrede

Voraussichtliche Lesedauer: 2 Minute(n) …

Das große Werk des Luga Hunger kann gar nicht überschätzt werden. Es leistet ebenso Großes wie Notwendiges. Es erklärt die menschliche Tragik und liefert Lösungen. Bis ich selbst den Weg zum Perispasmos gefunden hatte, grübelte ich unentwegt über folgendes Problem:

Die Industrie wirft ständig neue Produkte auf den Markt und akzeptiert dabei, dass neun von zehn Produkten scheitern. Sie konzentrieren sich auf das eine gelungene und machen damit Profite. Während sie diese Cashcow nach ihrer Ausreifung melken, werfen sie unentwegt neue Produkte auf den Markt. Immer ist der Großteil von ihnen zum Scheitern verurteilt. Das Problem ist dabei Folgendes: Die Natur macht es nicht anders. Und wir Menschleins sind sowohl Natur als auch ihre Produkte.

Ein Menschlein ist also per Existenz mit einer gewissen, großen, Wahrscheinlichkeit eine Niete, manchmal ein niedliche Niete. Die Lotterie des Lebens, die mensch Evolution nennt, ist ein einziger Tierversuch, bei dem an menschlichem Leben experimentiert wird und beinahe wahllos von vornerein gescheiterten Existenzen Leben eingehaucht wird. Je mehr Experimente gemacht werden, desto wahrscheinlicher ist ein gelungenes Experiment. Je mehr Menschleins geboren werden, desto größer wird die absolute Zahl gelungener Menschchen. Doch diese bezahlt mensch zum Preis einer hohen Nummer an schlechten Menschleins.

Die Evolution herrscht überall. Das Problem an den Menschchen ist, dass sie im Gegensatz zu den Produkten der bewusst das Scheitern einkalkulierenden Industrie von der unbewussten Natur ein Bewusstsein mit auf den Weg bekommen haben. Schlechte Toaster wissen nicht, dass ihre Existenz ohne Sinn ist und sie wissen nicht, dass ihre Scheitern einkalkuliert und ohne Bedeutung ist. Schlechte E-Scooter wissen nicht, dass ihre modische Lackierung schon wieder out ist und sie daher bloß noch abfällig betrachtet werden. Schlechte Produkte sind einfach da – und irgendwann nicht mehr. Sie sind so bedeutungslos für sich, wie es ein einfaches Menschlein sich nicht denken kann, ohne dem Produkt unnötig viel Bedeutung beizumessen. Doch ein Menschchen ist etwas anderes. Ein Menschlein kennt esses eigene Bedürfnisse. Es kennt esses Möglichkeiten und esses Resonanz bei Mitmenschen. Es weiß auch, wenn es out ist. Es weiß, wenn es esses eigene Bedürfnisse nicht befriedigen kann, weil es nicht geliebt wird. Es ist sich der eigenen Bedeutungslosigkeit bewusst. Es leidet.

So kommt es nicht überraschend, wenn ich selbst bei vermeintlich asozialen Menschen Milde walten lassen will. Die Evolution und das Glück statten manche Menschleins schlecht aus. Es mangelt ihnen im Leben dann an Freundlichkeit, Intelligenz, Bildung oder Erziehung. Sie sind gescheiterte Produkte der Natur. Asoziale oder rücksichtslose Menschen gibt es viel zu viele und sie treiben ihr Unwesen auf Kosten anderer Menschen, weil Menschenversuche der Natur an ihnen schiefgegangen sind. Es mangelt nicht an Menschen, denen es an etwas mangelt.

Ich will ebendaher aus Freundlichkeit gegenüber Menschchen niemandem unterstellen, esses Handlungen wären asozial. Ich halte es für zu weit aus dem Fenster gelehnt und zu wenig lieb, andere Lebewesen als nicht nett zu bezeichnen. Daher gehe ich stets eher von der unschuldigen Dummheit der Mitmenschen aus.

Auch wenn ich nun tatsächlich schon für ein Teilproblem der menschlichen Existenz, also störende Mitmenschen, eine innere Lösung gefunden habe, so bleiben weitere Probleme: Warum muss das menschliche Leben schlecht sein? Wie gut kann ein Leben eines Menschen überhaupt sein? Gibt es Hoffnung? Warum leben Menschen? Wie muss eine ideale Gesellschaft aussehen? Wie macht ein Mensch das eigene Leben gut?

Die Lektüre des vorliegenden Werkes hat die Macht, Augen zu öffnen und die Basis unserer humanen Fortschrittlichkeit im FFE beinahe ein wenig zu entzaubern, wohl aber eher die wahre Größe des FFE besser erahnen lassen. Die verwirklichte gute Idee wird immer die abstrakte Möglichkeit ihrer selbst schlagen.

Somit wünsche ich Lesenden ein erhellendes Erlebnis.

Nytakas Suiger

Annuki, den 22.165 NZ

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