Perispasmos-Darlegung: 1. Vorrede

Es ist mir eine Ehre, dieses Werk nun vorlegen zu dürfen. Wie ich nicht ohne Stolz erwähnen darf, wurde dieses nun vorliegende Buch von höchsten Stellen des Freien und Fortschrittlichen Europas sehnlichst erwartet. Bislang gab es aus vorperispasmostischer Zeit lediglich vereinzelt teils unausgereifte Ansätze zu diesem neuen, fortschrittlichen und humanen Denken, dazu kamen nicht wenige Einzelschriften von ersten Perispasmostikern, jedoch sind diese Erkenntnisse seither überwiegend mündlich weitergereicht worden – besonders in heutiger Zeit unvorstellbar. Daher erfolgt nun die Vorlage dieser Sammlung an Erkenntnissen in schriftlicher Form, sodass es auch jenen Menschen Europas zugutekommt, die bislang noch keinen Zugang zu dieser Materie haben, aber dennoch sich das Verständnis um das menschliche Sein und den fortschrittlichen Umgang ebendieser Gesellschaft damit erwerben können.

Die frühesten Denkvorstöße, die tatsächlich auch begrifflich schon zum Perispasmos zu rechnen sind, stammen von 967.453 NZG. Doch finden sich nicht wenige Denker früherer Epochen, deren Beiträge zum menschlichen Denken des geistigen Fortschritts unverzichtbar gewordenen sind.

Was hat also Eines genau zu erwarten, wenn Es dieses große Perispasmos-Werk vor sich liegen hat und die ersten Blicke hineinwerfen wird? Zunächst wird dieses Werkes die Augen öffnen, bevor irgendein Wort zu Taten anregen intendiert. Dieses Buch ist in drei Teile gegliedert:

Teil A bemüht sich um die menschlichen, gesellschaftlichen und physischen Grundprinzipien, die dieser Welt, und wohl allen möglichen Welten, zugrunde liegen. Derer gibt es genau zwei: Entropie und Evolution. Die Kundigkeit auf diesen Gebieten ist von allergrößter Bedeutung. Darüber hinaus werden weitere Grundprinzipien oder elementare Lehren präsentiert, die sich speziell aus den menschlichen Augen interessant darstellen. Im Kern geht es in Teil A um das Leid und seiner Bestandsaufnahme. Wenn Irgendeins tätig werden will in dieser Welt, ganz gleich in welche Richtung, so muss Es die Welt sehen, mit offenen Augen. Dieser erste Teil nimmt dabei Bezug auf Physik, Biologie, Politik und alle anderen Bereiche, wenn sie von Bedeutung und im perispasmostischen Kontext eine Notwendigkeit aufweisen. Es ist unvermeidlich, dass der Teil A dabei nicht bloß ein Fundament legt für B und C, sondern auch vorgreift und weitere Worte erspart. Soweit dies geschieht, wird in nachfolgenden Teilen darauf hingewiesen.

Teil B mag nun einigen Menschen als der Zauber des vorliegenden Buches erscheinen, anderen widerum als der zuvernachlässigendste Teil. B stützt A und C, ohne notwendig zu sein für A oder C. Es geht um die Vorbedingungen der Grundprinzipien aus A und eine tiefere Begründung für C. Jeder Teil steht gut für sich selbst. Worum geht es nun genau in B? Es geht um die Urfrage alles Seins. Warum gibt es Menschen? Und warum gibt es uns in dieser Form? Jedoch beantwortet dieser Teil nicht den Grund für den Grund der Menschen, wie antike Religionen auch nicht den Grund aller Gründe oder die Ursache aller Ursachen hinterfragten – oder die Ursache eines hinter allem stehenden Willen je geklärt wurde. Es gibt mentale Einstellungen, die auf jedem Feld zu endlosen Fragen führen, zu Dogmen oder zu Zirkelschlüssen. Und es gibt mentale Einstellungen, die auf den richtigen Feldern Beschränkungen erkennen, seien sie temporär oder ewig.

Teil C räumt Sorgen aus, die Teil A oder B geweckt haben werden. Es geht um die Minderung von Leid und die Wege dorthin. Dabei hat die Warnung bezüglich der Vorgriffe aus A in Teil C seine volle Berechtigung. Besonders die seitenmäßige Quantität des C2-Teils leidet unter den Vorgriffen aus A. Die Kernfrage von C ist, wie Staaten und menschliche Individuen Leid mindern können; was sie zu tun haben. Wie bereits angedeutet, hat C als Fundament nicht bloß B, sondern auch noch einen anderen, starken Sockel, der die Furcht vor allem in A genannten als Energie in die richtigen, also vernunftsmäßigen Bahnen lenkt. Es gibt Motive, die genutzt werden können, um der Vernunft den Anschub zu geben, den sie braucht.

Also: Teil A öffnet die Augen für die Probleme, die real sind und gebannt werden müssen, in jedem Leben und jeder Entität, stets aufs Neue. Dabei wird auch auf bereits genutzte Pfade verwiesen, die wir Dank Nytakas Europa erkämpft haben und nun beschreiten. Daher wird Teil A dem dritten Teil etwas vorwegnehmen. Teil B ist für die über das Erkennen und richtige Handeln hinaus Interessierten. Dieser Teil konnte weder die erste Position einnehmen noch die letzte, da er weder Jedes anzusprechen vermag noch bedeutungslos in Bezug auf C ist. Teil C hingegen ist der Teil, zu dem sich Staatenlenker und Einzelmenschleins in akuter Not wenden sollten, wenn die Prinzipien aus A bekannt sind. B ist nicht für die Not.

Dieses Werk zu verfassen war kein einfaches Unternehmen. Kraft wurde stets benötigt und einige weise Worte von gegenwärtigen und gesunden Geistern haben mir bei dieser großen Aufgabe geholfen – ohne sie und dem guten Zureden unseres FFE-Präsidierenden wäre noch mehr Zeit ins Land gegangen bis zur Veröffentlichung.

Die vorliegende Schrift soll nun nicht mehr und nicht weniger leisten als richtigen Köpfen die menschheitsgeschichtlichen Errungenschaften dieser modernen Zivilisation zu präsentieren – und das so wenig voraussetzungsreich wie nur irgend möglich. Dabei danke ich insbesondere unseres Präsidentes des Freien und Fortschrittlichen Europas, Nytakas Suiger, für esses Unterstützung und die netten Worte, die es auf eigenen Wunsch meiner Vorrede nachgestellt hat.

Luga Hunger

Annuki, den 22.222 NZ/ 03. November 2060 AZ[1]


[1] Gerade in einem Werk mit umfangreichen Beackern der Geschichte halte ich den Blick in die Zeiten vor der Neuzeit für sinnvoll. Er schärft den Blick auf die Errungenschaften unserer Zeit und der Errungenschaft unserer Neuzeit.

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