Nytakas Tagebuch während der Studienzeit

Tagebuch von Nytakas Suiger, um ca. 9.400 NZ (+/- 100), wohl während seiner Studientage. Gliederung nach dem AIOUY-DGKLNSTZ-Prinzip.

AD

ADA

Jeder will Kinder. Alles sind egoistische Neigungen. Sie denken nicht an die Natur, nicht an die Gesellschaft. Nicht jeder ist geeignet zum Kinderbekommen. Wer weiß das besser als ich? Ich musste es erfahren, mein Freund, wie es ist, wenn ungeeignete Menschen Kinder erziehen. Nur mein eigener starker Wille hat mich aus dem Sumpf der Unterschicht gezogen. Ich habe mich hochgearbeitet.

Überhaupt, warum braucht es so viele Menschen? Einige wenige – dafür Gute – reichen vollkommen.

ADI

Alles zerfällt. Die Kultur zerfällt genauso. Der Verfall ist überall zu sehen. Du kannst den Verfall überall sehen! Du weißt es. Dank dir sind meine Augen erst so richtig offen dafür. Das Problem sind die Massen der Bevölkerung. Sie werden das nie verstehen. Was soll man mit denen machen? Soll man sie etwa lange belehren? Nein, da gibt es keinen Weg. Einem Professor gleich die Gedanken denen entgegen schmettern? Das ist grober Unfug. Man muss Gedanken zielgerecht formen und individuell an das Ziel anpassen.

ADO

Weißt du denn nicht, wie es ist, nach einer langen Zeit endlich wieder etwas Süßes auf der Zunge zu spüren? Eine Woche lang nur Gemüse und schon schmeckt jeder Apfel wie das Paradies! Diese Enthaltsamkeit des Gaumens begünstigt das gute Süße. Der Körper verlangt nicht mehr nach Schokolade! Die Organe sind nicht mehr verwirrt, sie freuen sich über das Gute! Und nicht anders ist es mit deinen übrigen Sinnen! Es wird auch ihnen und damit auch mir, mein alter Freund, besser ergehen, wenn ich zum Pfad der Natur zurückkehre! Fang noch heute damit an, wähl die Frauen zuallererst: Lassen wir sie nur noch natürlich durchgehen. Unsere durch Lug und Trug verwöhnten Sinne benebelten uns zu lange schon unsere Hirne – und das noch zu Unrecht! Manche Frauen waren vielleicht niemals attraktiv, und doch eroberten sie unseren Verstand im Handumdrehen. Doch wir beide, mein Freund, du und ich, wir wissen, dass sie mit ihrer Bauernmalerei niemandem zunutze waren, weder Fauna noch Fortschritt! Lass uns das beenden!

ADU

Die Zeit nervt, mein Freund … ach, mein alter Freund. Ich meine natürlich eigentlich bloß das, was sie geschaffen hat. Sie hat ein Zeitsystem, eine Zeitrechnung geschaffen, die schlecht ist, unnütz eigentlich. Du weißt es. Warum gibt es zehntel und hundertstel Sekunden, während es für eine Minute sechzig Sekunden braucht? Und warum sind sechzig Minuten eine Stunde, warum sind aber sechzig Stunden wiederum zweieinhalb Tage? Warum sind gerade einmal sieben Tage schon eine Woche? Eines sag ich dir: Das werden wir noch ändern!

Ich bin einsam, mein guter, gut betagter Freund, der du doch schon so lange nicht mehr unter uns weilst. Niemand versteht mich, du bist nicht da. Ich tröste mich mit dem, was von dir noch da ist: deinen Tagebüchern. Wer wäre ich ohne sie? Mein Geist wäre aufgerieben zwischen den äußeren Kräften und aufgefressen von meiner ungeduldigen Sehnsucht nach Besserung! Zum Glück gelingt mir die Bewältigung der harten Ausbildung trotz dieser Umstände. Ich werde unabhängig davon und gehe meinen Weg, da sei dir erlaubt, Gift darauf einzunehmen.

ADY

Einst ließ die Natur die Guten allein existieren. Es gab Mängel, doch nicht lange. Ein grober Fehler bestand nie länger als eine Generation. Die Ressourcen der Natur waren zu umkämpft. Bestand hatte nur, was sich erfolgreich in einem System wehren konnte. Heute helfen Soziale den Schwachen, auch wenn sie nicht verwandt sind. Fehlgriffe der Natur, ihres Fortschrittsprozesse, werden ohne Sinn und Verstand konserviert. Den Irrsinn versteht man doch nur, wenn es hallt im Hirn. Es herrscht ein sozialistischer Menschenrettungswahn. Man sollte sich der Natur wieder beugen und ihr die Insignien der Wahl der Existenz wieder in die Hand drücken – oder nein: Man muss erst korrigieren, was der Mensch vergeigt!

Ich bin der Menschen überdrüssig. Man muss sich um sie kümmern. Man muss sie lenken.

AG

AGA

Diese wunderschönen Berge, die Kaiser der Erdoberfläche. Du weißt, wovon ich spreche: Sie sind sanfte gewaltige Riesen in der Natur. Sie sind gekleidet von einem Kleid aus Schnee und bewachsen mit alten Nadelwäldern. Diese Zeitgenossen aller Tage und allen Lebens strahlen Ruhe aus. Es ist die, die man hat, wenn man am Morgen zuerst von der Sonne bedacht wird und man über allem Chaos da unten thront. Und dann verweilen noch flache und friedvolle, unschuldige Landschaften her und da. Und auch die stürmische See mit all ihren Turbolenzen ist voller Unschuld und Schönheit. Und dann gibt es den Menschen, der die ihm dargebotene Natur auffindet in all ihrer Pracht. Was macht er mit ihr, mein Freund? Er nutzt sie, er vergewaltigt sie, er schändet sie und wirft sie weg. Das macht er solange, bis er merkt, dass das misshandelte Mädchen seine Mutter ist: Mutter Erde.

Wir müssen das stoppen! Wir müssen unsere alte gebrechliche Mutter retten. Wir dürfen das Volk nicht mehr auf ihr herumtrampeln lassen. Wir müssen sie kontrollieren und dürfen nur noch zaghaft von den Zitzen des armen Mütterchens zehren. Wer nicht zu den Weisen unserer Welt gehört, darf nicht davon nehmen, was zu wertvoll ist. Für die wenigen Menschen, die dem Fortschritt dienen, darf die Natur genutzt werden, aber nur für sie.

AGI

Ich habe Menschen im Schwimmbad gesehen. Sie schlecken Eis, sie fressen Pommes mit wahlweise weißer oder roter Fett-Zucker-Soße – und das in einer solchen Selbstverständlichkeit … Es ist wirklich unglaublich. Sie legen sich in »ihrer« Freizeit in öffentliche Bäder und fressen Müll. Sollten nicht auch sie irgendwas Sinnvolles tun? Sollten sie nicht etwas Nahrhaftes essen? Sie sonnen ihre Kugel und füllen sie mit Müll – in aller Öffentlichkeit! Nicht das irgendeine Gelegenheit ungenutzt verstreicht, in der man Kindern wahrhafte Dekadenz oder einen schlechten Pfad für ihr Leben präsentieren könnte.

Sie belasten die allgemeine Krankenversicherung, sie tun nichts für die Gesellschaft und verderben sich und die nächste Generation von Menschen. Es sind doch noch Kinder! Es denen könnten noch echte Menschen mit Mehrwert für die Gesellschaft werden!

Warum lässt man eigentlich Menschen frei entscheiden, was sie in ihrer Zeit treiben, was sie essen – ja was ihr Körper eigentlich macht und wie man mit ihm umgeht?!

AGO

Weißt du, mein Freund, ich bin nicht besonders privilegiert. Ich bin nur von Loosern und Prekariat umgeben. Ich war letzte Woche bei Party von Kommilitonen. Ein loyaler Freund von mir, Dyhoes Gerasa – er ist etwas anormal – wurde da Ziel von Spott und Gelächter. Das macht mich böse, sag ich dir.

Vielleicht räche ich mich unterbewusst, in dem ich selbst böse bin. Du weißt, ich habe nie Liebe erfahren. Ich verachte die Menschheit. Ich hasse die Gesellschaft. Ich bin verbittert, und das ist ihre Schuld!

Diese Party war voller Medizin-Studenten. Ich bin froh, Mediziner zu werden. Ich werde einfach Chefarzt. Da kann ich dann sein, wer ich bin. Ich kann sein, wie ich bin. Ich muss dann nicht mehr kämpfen. Ich kann frei leben. Ich muss mich nicht mehr rechtfertigen. Ich war immer gezwungen, verdeckt zu leben. Ich musste de facto asexuell leben. Dabei bin ich doch konservativer und gescheiter als alle zusammen, welche mich stigmatisieren wollen. Ich habe außerdem eine hohe natürliche Reinheit und ich bin auch romantisch – das bin ich auch!

Bei der Mediziner-Party gab es auch wenige Frauen. Eine davon war sehr intelligent – alle waren intelligent, aber sie war sogar intelligenter als wir beide zusammen, sag ich dir! – Oder als ich wenigstens … Sie war außerdem keine von den hoch getakelten Barbie-Püppchen mit Profilneurosen – spätestens da sollte man schwul werden – ekelhaft! Die sind außerdem so billig. Die machen es mit jedem. Da verliert es etwas … etwas Heiliges – es verliert den Zauber. Und die schwätzen nur. Die haben ein starkes Selbstgeltungsbedürfnis. Zum Glück begegnen mir solche nur in der Welt da draußen, aber nicht, wenn ich in meinem weißen Kittel trage.

Die Welt da draußen, diese Gesellschaft ist schwer zu ertragen, sie ist schwierig und sie ist gemein. Ich musste mich ändern – doch bin ich hier der Schlechte? Ein Junge mit meiner stark ausgeprägten Liebenswürdigkeit – die musste ich ablegen! – ist die Welt nichts. Ich musste mich anpassen. Die Welt belohnt nette Menschen nicht. Die Gesellschaft tut das nicht! Ich musste ein harter Kerl werden – bilde dir da nichts ein!

Dyhoes jedenfalls ist erfolgreich mit seinem Weg in den Dienst als Piloten. Er ist sehr erfolgreich, er beschränkt sich auf wenig – er braucht wenig, aber er weiß nicht, auf was er verzichtet. Er ist eine feine Seele – wirklich. Er ist asketisch und erfolgreich, aber er ist ruhig und weiß nicht viel von der Welt der Menschen. Sie machen sich gerne darüber lustig wie auch sein Bruder Dokyzo, aber das ist nicht lustig.

Mich trübt die Menschheit immer noch sehr. Sie schränkt mich ein. Ich könnte mein ganzes Potenzial nutzen, wenn ich mich nicht immer verstellen und verstecken müsste. Weißt du, wie intelligent ich wäre? Die ganzen Defizite, mit denen ich starten musste, konnte ich nur durch meine Intelligenz ausgleichen, so schaffe ich ein normales Level. Aber wenn ich nicht solche Nachteile hätte … was ich dann alles erreichen könnte …

Ich muss die Fehler ausbaden, die meine Vorfahren – meine eigene dumme Familie, in die ich hineingeboren werden musste! – gemacht haben. Sie frönten dem Hedonismus. Das konnte ich mir nie leisten. Ich habe nie Drogen genommen. Ich nehme keine Drogen. Ich lebe zurückgehalten. Ich halte mich zurück. Ich dürfte mir auch nicht erlauben, aus dem Rahmen zu fallen.

Bei der Party ist mir aufgefallen, dass dies nicht solche Bauerntölpel sind, die von so etwas wie meiner Mutter leicht zu beeindrucken wären. Ungebildete Menschen sind schnell von ihr beeindruckt. Bei denen hat sie einfach Recht. Aber so sind einfache Menschen halt. Kluge Menschen lassen sich nicht davon beeinflussen. Aber meine Mutter hatte immer solche Menschen, die dümmer waren als sie. Das ist ihre Strategie, das ist ihre einzige Fähigkeit: Sie nutzt dümmere Menschen aus. Sie selbst ist ja arm, aber sie überlebt – sie lebt eigentlich sogar ganz gut.

AGU

Geschwächt von meiner Familie, von meinem »Anderssein«, konnte ich mich lange nicht dazu durchringen, zu sein, wer ich will – ich wusste es ja noch nicht einmal. Aber diese Entscheidungsschwäche habe ich abgebaut. Jetzt ziehe ich es durch. Ich mache jetzt, was ich beschlossen habe. Wenn ich gestern gesagt hatte, dass ich einen Salat morgen essen sollte, und ich mir heute nicht mehr sicher bin, ob ich den essen will, dann esse ich ihn jetzt trotzdem. Anders kann man nicht mit mir umgehen. Ich muss es jetzt so machen. Man merkt es mir nicht an, aber ich bin so.

AGY

Weißt du, du hast Recht: Wenn ein Mensch erst einmal da ist, hat er Rechte. Man sollte zwar versuchen, die Zahl der unfähigen Menschen zu reduzieren, aber nachträglich kann man das nicht. Man kann nur die Geburten einschränken. Man muss vorher das Leid von Einzelnen und das Einschränken der Gesellschaft verhindern.

AK

AKA

Was sind eigentlich Frauen, mein alter Freund? Sie sind komische Menschen. Sie sind nicht verzaubernde oder verzückende Wesen. Die meisten sind unrein. Die meisten sind simpel. Die meisten sind unnütz für einen anspruchsvollen Kopf. Es gibt nur ganz wenige reine Frauen, das habe ich gelernt.

AKI

Man merkt es mir nicht an, aber ich bin passiv. Ich brauche … nein, ich wünsche mir einen dominanten Partner. Ich brauche jemanden, der stark ist – für uns beide.

AKO

Ich habe viel dazugelernt, mein Freund! Ich komme voran im Studium und habe bald eine Stellung, die es mir erlaubt, unabhängig von den Menschen zu leben und zu sein. Und ich werde etwas Gutes tun, ich werde mir allerdings aussuchen dürfen, wem ich Gutes tue.

AKU

Ich war früher zu schwach, um ehrlich zu sein, um zu mir und meiner Herkunft zu stehen – ich gebe es zu! Du warst sicher nie so. Du warst vom Kopf her schon weiter. Du hattest diese niedere Herkunft nicht. Du musstest nicht so tief beginnen wie ich. Du wirst es vielleicht nie verstehen, doch ich konnte nicht anders. Ich hatte mich geschämt. Ich habe schwer dafür kämpfen müssen, um da herauszukommen. Ich kämpfe immer noch hart. Es ist kein leichter Weg, sag ich dir!

AKY

Jede Frau, das habe ich gelernt, ist eine wahre Wundertüte an Problemen. Man braucht sich bloß meine Mutter ansehen – grauenvoll. Kein Wunder, dass sich mein Vater früh von ihr abgewendet hatte und seine Aufmerksamkeit dem Branntwein gewidmet hat. Eine Frau ist vielleicht doch zu viel für einen Mann. Vielleicht muss man eine Frau als … gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachten – alle Frauen natürlich.

AL

ALA

Du hast sicher zu denen gehört, die die Verantwortung für ihr eigenes Leben übernahmen, auch wenn du das große Ganze und die Alternativlosigkeit gesehen hast. Doch auch du hast nichts gemacht. Du wusstest, dass das Leid der Welt nicht auf einen Gott zurückzuführen ist, und doch hast du nichts gemacht. Du hast bloß geschrieben und gedacht und … verschwandest. Was hast du getan, um die Welt zu verbessern?

Man darf nicht bloß Gott alle Verantwortung entreißen und ist dann fertig mit der Arbeit! Nein, dann beginnt sie erst! Wenn Menschen nicht mehr über das Leid klagen, das ein Gott über sie gebracht hat, müssen sie endlich erkennen, dass das Leid dennoch nicht vom Himmel gefallen ist! Leid ist da, weil Menschen es zulassen! Ich werde irgendwann die Mittel haben, das Leid der Menschen zu beenden. Einer muss das Schicksal der Menschen – nein: der Menschheit! – in die Hand nehmen! Man darf nicht bloß Gammeln im eigenen Glück! Man muss etwas tun!

Wir sind eine halb fertige Spezies und wir taumeln vor lauter Glück orientierungslos umher. Manche leiden bewusst, manche unbewusst, aber niemand tut etwas!

Niemand wird mehr bloß »da sein« dürfen und »würdig teilhaben«. Wir ruhen schon seit mehr als Hundert Jahren auf dem Wohlstand des alten Fortschritts – wir gammeln: Wir sind eine Gammelgesellschaft.

ALI

Die Welt ist weiblicher geworden. Es ist nicht schlechter, aber es ist eine andere Welt. Mir soll es egal sein. Ich kann mir bald aussuchen, wo ich lebe. Ich lebe so oder so in einer anderen Welt. Mich brauchen die Menschen, da ich ein Arzt sein werde.

Ich bin immer besser auf meinem Pfad. Ich bin konzentrierter als je zuvor. Mich bringt nichts mehr so leicht ab. Ich bin trotz meiner Benachteiligungen immer besser geworden, habe hart gearbeitet für meine Ziele.

Wenn mehr Frauen was zu sagen haben, hat es immerhin den Vorteil, dass weniger protzige Machtmenschen was zu sagen haben. Es ist auch idiotisch, sich so sehr an Materiellem festzuhalten. Ich bin nun ein toleranter Mensch geworden, sag ich dir! Ich brauche mich nicht mehr über Macht, Lügen oder Geld zu definieren.

ALO

Wir schreiben das Jahr 2025. Ich werde demnächst 25 Jahre alt. Ich mag mein Geburtsjahr. Immerhin das hat meine Familie richtig gemacht – unbewusst.

Aber was soll man schon feiern?! Nicht einmal am 22.2.22 hatte ich gefeiert. Ich brauche das ja nicht.

ALU

10 Jahre bist du fort. Du bist fort, bevor ich von dir hörte. Niemand hat eigentlich je wirklich was von dir gehört. Immer unterschätzt. Abgetreten ohne Ruhm …

Ich bin mir sicher, du hättest Großes hinterlassen, wenigstens ein Dezimalzeitsystem, eine neue Gesellschaftsordnung oder ein neues Herrschaftssystem.

ALY

Einst sagtest du, man sollte jeden Gedanken denken, gar ihn zu Ende denken; es zu wagen ist eine Sache der Freiheit.

Ich nehme mir mittlerweile die Freiheit. Wie wohl auch du, gehöre ich zu den Menschen, die ihren Wahnsinn in sich behalten müssen, um nicht für verrückt gehalten zu werden.

AN

ANA

Die Fixierung auf Sonne, Mond und Babylon muss ein Ende haben. Ich würde mich gerne von dieser Zeitrechnung so befreien, wie ich mich auch von der Gesellschaft befreit haben werde, wenn ich erst mal Arzt bin.

Dann werde ich meinen Kittel haben, Menschen werden mich ganz anders wahrnehmen, sie werden mir Respekt entgegenbringen und vielleicht werde ich es dann sogar schaffen, sie intrinsisch gut zu versorgen. Wenn keiner zu mir arschig ist, bin ich es ja auch nicht zu irgendwem; die wollen dann ja etwas von mir.

Ich müsste schon einen Einfluss auf die Welt bekommen. Ich müsste einen progressiven Einfluss auf die Welt erhalten und könnte Gutes tun, für meine Freunde, meine lieben Freundinnen – auch dir, mein alter Freund hätte ich geholfen. Ich könnte etwas besser machen. Doch wie sollte die Gesellschaft mir die Macht dazu geben?

ANI

Kinder sind viel zu wichtig, um sie ihren Eltern ausgeliefert zu lassen. Schauen sie den ganzen Tag fern, entwickelt sich ihr Gehirn nicht richtig. Lernen sie nicht den richtigen Umgang mit Mitmenschen, so lernen sie es nicht und sind auf alle Zeiten im Nachteil – schau mich nur an.

Welche Nachteile musste ich alles hinnehmen als unschuldiges Kind? Noch immer leide ich darunter. Ich musste alles nachholen, ich musste viel tun, um überhaupt ein normales Level zu erreichen, und nur meinem Willen ist mein jetziger Studienerfolg geschuldet, nicht Eltern und nicht der Gesellschaft.

Kinder dürfen nicht in der Obhut der Eltern bleiben, sie müssen professionell erzogen werden, alle Kinder!

ANO

Weißt du, die Gesellschaft war schlecht zu mir, sie hat mich schlecht behandelt und mich gequält. Ich musste mich ihr anpassen, egal wie dumm sie auch handelten. Bald ist die Zeit gekommen, wenn ich mir das alles nicht mehr gefallen lassen muss. Ich darf es dann genießen, es den Menschen zurückzuzahlen. Die Zeit der dummen war, meine kommt!

ANU

Unsere Zivilisation hat die Möglichkeit allen Fortschritts von uns gerissen. Die guten Effekte der Evolution, der Mechanismus, den auch du als so gut erkannt hast, wirken nicht in der Gesellschaft mit diesen wirren Vorstellungen.

Mir, als jemanden, der die Fähigkeit und den Willen hat, aufzusteigen, darf man keine Steine in den Weg legen – mir muss man Türen öffnen.

Anderen hingegen, die dumm sind und es bleiben, muss man jedes Recht entziehen, Unmengen an Nachfahren in die Welt zu setzen. Reiche Menschen sind in der Regel Menschen, die intelligent und fähig sind, und diese Menschen sind es, die zu wenige Kinder schaffen.

ANY

Ich habe noch immer den Willen, politisch zu wirken. Ich weiß, was richtig ist. Ich weiß, was getan werden muss. Ich bin intelligent und gehöre an die Hebel und Schalter der Macht.

AS

ASA

Die Städte deiner Zeit waren flacher, und noch wesentlich mehr Menschen haben auf dem Land gelebt. Noch immer leben Menschen in dünn besiedelten Gegenden und werden subventioniert von der städtischen Masse: Die Landbevölkerung sollte nicht mehr aufwendig geschützt werden durch besondere, wenig genutzte Arzt- oder Verkehrsinfrastruktur! Es muss wieder rational Politik gemacht werden. Man sollte der Landbevölkerung ihre Grundlage entziehen und sie nur noch auf dem Land leben lassen, wenn sie sich selbst versorgen kann.

Zu deiner Zeit, oder noch hundert Jahre zuvor, mussten Menschen auf dem Land leben, weil viele Menschen in der Landwirtschaft nötig waren. Doch heute ist das keineswegs so. Fliegende und fahrende Roboter können das erledigen – auf dem Land wie auch in Biofabriken, wo das Gemüse schneller und günstiger hergestellt wird, als es je zu einer Menschheitsepoche irgendwo hergestellt wurde.

Bauern braucht unsere Gesellschaft kaum noch, höchstens mal Handlanger, die Handgriffe erledigen, die mal außerhalb der Routine der Maschinen liegen.

ASI

Eine nachhaltige Gesellschaft sollten wir schaffen! Wir bekommen noch viel zu viele Kinder – und die falschen natürlich!

Der Fortschritt der Gesellschaft ist nur solange möglich, wie wir uns nicht durch eine Überbevölkerung der Existenzgrundlagen berauben und nicht die Dummen sich vermehren lassen, sondern die richtigen.

Die Städte müssen kompakter, dichter werden. Unnatürliches außerhalb der Städte muss sauber vernichtet werden. Die Natur braucht ihren Raum, wir brauchen die Natur mit ihrer pflanzlichen und tierischen Artenvielfalt. Wir müssen Städte zu Inseln der Menschen machen und um uns herum der Natur alle Freiheiten geben.

Wenn Menschen außerhalb dieser Inseln, der menschlichen Schutzräume leben wollen, müssen sie mit den Waffen im Dschungel der darwinistischen Natur zurechtkommen, die die Natur selbst direkt bietet. Wir können Menschen nicht erlauben, Plastik in die Gewässer und die Wälder zu schütten. Die Natur muss atmen, damit wir atmen können. Unsere Generation scheint dafür noch zu blöd zu sein.

ASO

Wenn es um das Überleben der Menschheit geht, ist doch kein Platz für eine Einzelfallmoral. Man muss das große Ganze betrachten.

Doch ein Menschenleben muss auch einen Wert haben, das sehe ich doch stark ein. Daher meine ich, man sollte Gefängnisse schließen und die Gefangenen allesamt freilassen.

Natürlich: Wer sich gegen die Regeln der Gesellschaft entscheidet, soll kein Teil der Gesellschaft sein. Außerhalb der Gesellschaft soll aber nicht in einem Gefängnis auf der Insel der Zivilisation sein, welches die Gesellschaft finanziert – nein: Es sollte in der blanken Natur sein.

Die Natur braucht natürlich auch Regeln, da wir auf sie angewiesen sind. Wir müssen allen Menschen, die nicht Teil unserer Gesellschaft sein wollen, also Verbrechern oder Verrückte[1], Regeln auferlegen, welche die Grundlage schützen, auf die nicht nur diese Menschen, sondern auch wir zivilisierte Wesen angewiesen sind. Sie sollen keinen Müll verursachen und leben wie in der Steinzeit.

Die Inseln der dichten Städte müssten durch starke Mauern und scharfe Kontrollen von der geschützten Natur getrennt werden. Naturschutz ist der logische Egoismus der intelligenten Gesellschaften.

ASU

Du würdest sehen, wärst du noch unter uns, wie ich eine Vision für die perfekte Welt erschaffe. In einer Welt, die schon gerecht und gut wäre, würde ich die Möglichkeit haben, sie perfekt zu gestalten. Doch so werde ich ein ewig unterschätzter Mensch bleiben, der seine Träume nicht wahr machen kann.

Ich werde bloß ein Mensch sein, der unabhängig von anderen Menschen finanziell sicher leben kann, weil ich es mir verdient habe – selbst und ganz alleine! Ich bin nicht privilegiert gewesen, und dennoch kann ich bald aus eigener Kraft Menschen bestrafen, die böse sind.

ASY

Dass diese Welt schlecht ist, erkennt man schon daran, dass einige Menschen dick sind und immer weiter fressen. Dabei sitzen sie noch die ganze Zeit am Medienkonsum und bewegen sich nicht. Das ist nicht gut für unser Gesundheitssystem. In einer Welt des Fortschritts und der Evolution würden sie aussterben, weil sie zu fett und dumm sind, zu jagen. Tiere töten sie trotzdem, weil sie Fleisch fressen, weil sie keine guten Menschen sind.

Die, die nicht Sport treiben müsste man zwingen. Wenn sie sich weigern, müssten sie dafür zahlen, wie sie auch für Fleisch gerne Geld ausgeben.

AT

ATA

Ich würde schnell die ganze Gesellschaft verändern, wenn ich könnte. Ist man zögerlich, so können selbst die trägesten Menschen der Masse sich in Gang setzen, wenn sie bemerken, was passiert.

ATI

Wie es dein Meister schon hypothetisierte, sollten wir Schurken kastrieren und den Edelleuten einen Harem anvertrauen. Natürlich kann man kaum denken, dass Kastrationen dem entsprechen, was hart arbeitende Menschen sich wünschen könnten, doch kann man dem den Wünschen Zugrundeliegenden entgegenkommen und dabei doch klug für den Fortschritt des Ganzen handeln.

ATO

Wir pflastern immer noch Autobahnen durch die Natur und trennen Tiere von einander. Wann hat das endlich ein Ende? Wir sollten unsere Städte begrenzen auf weniger Fläche und der Natur ihren Raum geben. Wir sollten der Natur ein Leben-und-Leben-Lassen gönnen. Sie muss regenerieren und sie darf nicht länger durchschnitten werden. Wo auch immer wir von Stadt zu Stadt müssen, sollten wir Brücken auf Stelzen oder Tunnel bauen. Wenn wir Autobahnen durch die Welt der Tiere bauen, räumen wir ihnen meist nicht einmal eine Art Wegerecht ein. Wir bringen sie meist um, wenn sie es wagen, unsere Straßen zu überqueren. Das muss endlich aufhören.

Außerdem sollten wir die Tierhaltung verbieten. Wenn man schon Tiere braucht, essen muss, dann sollte man ihnen gleichberechtigt in ihrer Natur begegnen. Unsere Zivilisation müsste man in diesem Kampf zurücklassen.

ATU

Sicherheitsverwahrung und Gefängnisse sind mittelalterlich. Sperren wir Menschen weg, so enden wir ihr Leben, doch mit dem Vorteil, dass wir uns dabei nicht mehr schlecht fühlen müssen, da sie noch atmen dürfen.

ATY

Eine niedere Geburt und blockiert von der Gesellschaft: Das sind meine Startbedingungen. Einst blieb mir das Glück verwehrt. Die Gesellschaft hat mich daran gehindert. Ich wollte bloß gescheit leben und mir wenige kleine Wünsche erfüllen. Ich hatte es nicht leicht und dann musste ich noch so viel kompensieren. Ich musste viel aufholen, viel rackern. Dadurch habe ich eins gelernt: Das Leben ist ein Kampf und ich gewinne ihn! Ich sag dir eins: Ich kenne den Weg zum Erfolg.

Weißt du, ich hatte keine Bedürfnisse, außer einfach ich zu sein, doch ich wurde unterdrückt. Die Gesellschaft ist scheiße. Die Masse der Menschen ist scheiße, schlimmer noch als ein unausgeschlafener Nytakas. Doch sie sehen, dass ich nun Erfolg habe und da finden sie mich alle attraktiv. Ich habe meine Opfer dafür bringen müssen – ja, ich habe meine Opfer gebracht. Das ist so.

AZ

AZA

Tatsache ist doch, dass wir alle jenes Chaos lieben, welches wir sehen können, aber nicht erleiden müssen. Und, mein Freund, wie du ja weißt: Chaos bringt Fortschritt, wenn es klug genutzt wird. Ich bin vielleicht der Falsche für die große Politik – für die kleine bin ich es sicher – doch ich wüsste, was zu tun ist – ich würde es gut machen.

AZI

Mein alter Freund, der du mir doch nie begegnen konntest und schon 10 Jahre verschwunden bist – du solltest mir beistehen, du alleine würdest mich verstehen. Und auch bin ich wohl einer der wenigen, die dich verstehen – so wenige Menschen kaufen deine Texte, ich fürchte, sie verschwinden schon bald aus den Läden.

AZO

Wie kommen diese Bedauerlichen eigentlich darauf, sie könnten einfach fressen, was sie wollen? Sie sind doch Teil des Volkes, haben sie nicht von Wert dem Volk beizutragen? Sie haben nichts im Kopf, haben bloß ihren jämmerlichen Leib und gerade den vergiften sie mit Alkohol, Fett, Salz und Zucker! Das müsste verboten werden!

AZU

Man müsste Mauern wieder errichten und halbstarke Idioten und Vergewaltiger aus der Gemeinschaft ausschließen! Überall laufen sie hier frei herum, in U-Bahnen, Straßenbahnen überall in der Öffentlichkeit.

Vielleicht kann man sie therapieren? Vielleicht anti-androgyne Medikamente? Ich habe selbst damit schon mal experimentiert … ich war ruhiger, fokussierter … hätte ein Placebo-Effekt sein können, meinte eine gute Freundin zu mir … aber die hat keinen Zugang zur Medizin.

Wer braucht eigentlich Testosteron im Körper? Eigentlich doch bloß die Menschen, die sich fortpflanzen (sollen). Alle anderen nützen der Menschheit doch mehr, wenn sie es nicht haben. Immer diese Machtkämpfe, dieses Konkurrenzdenken und diese Ellbogengesellschaft. Eine Welt voller Frauen wäre, ja das wäre das Ideal. Frieden. Und vielleicht kann man weiter Fortschritte machen in der Welt.

AZY

Immer mehr schweben Drohnen über all unseren Köpfen daher. Sie verunsichern viele Menschen hier. Meine gute Freundin, Anna, hat größte Sorgen wegen Privatsphäre und so weiter. Doch ich sehe Chancen. Damit könnte man ganz einfach und automatisch Sicherheit in großen Gebieten garantieren.

ID

IDA

Schon wieder werde ich bestärkt im Denken: Nicht alle Menschen sollten ihren Hormonhaushalt frei der Natur überlassen. Viel Testosteron blockiert im Denken, es macht nicht bloß aggressiv. Und es fördert Impulsives und blockiert Zweifel.[2] Vielleicht sollte ich darüber meine Doktorarbeit machen.

IDO

Pfarrer, es gibt sie immer noch. Hatten sie nicht einmal eine sinnvolle Funktion? Heute sind sie nutzlos und betreiben bloß noch Religion. Früher gingen sie von Haus zu Haus in ihrem ganzen Dorf und waren Betreuer für alle Nöte. Man bräuchte sie wieder, bloß ohne Religion, dafür mit praktischer Hilfe bei Behörden und in allen Lebenslagen.

IDU

Muss ich nicht eigentlich etwas für meine Seele tun? Ich denke, es ist notwendig, dass ich Arzt werde. Es tut meiner Seele gut, oder meinem Karma. Ich muss ein guter Mensch sein. Wer bin ich sonst?

IDY

Ich müsste was dagegen tun, was ich jeden Tag sehe. Ich müsste Einfluss haben. Hätte ich das, so wüsste ich ganz sicher, was zu tun ist. Ich müsste schnell sein, ganz schnell müsste ich die Gesellschaft verbessern, auf vielen Ebenen. Wenn man nur langsam, nur Schritt für Schritt die Gesellschaft verändert, dann wehren sie sich. Ich war einer von ihnen. Ich war ein Mensch wie die Masse. Ich war einer der Ungebildeten, aber ich habe mich herausgearbeitet. Ich habe mich gebildet und gelernt, was richtig ist.

Wenn ich die Chance bekäme, Verantwortung zu übernehmen, dann darf ich nicht mich ihnen anpassen, sondern sie müssen sich mir anpassen. Die Gesellschaft muss sich ändern. Ich bin es nicht, der anders werden muss.

Gewiss muss ich meine Gedanken, wenn ich rede, anpassen. Ich darf nicht davon reden, was ich bloß einem guten Freund, dir zum Beispiel, mitteilen würde. Ich darf der Öffentlichkeit nicht sagen, was bloß mein Tagebuch erfährt. Aber es wäre gut. Es wäre gut, wenn ich Verantwortung bekommen würde. Und sofort und in kürzester Zeit würde ich schlagartig die Gesellschaft verändern.

IG

IGA

Ich sehe Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Sie sind da. Doch warum müssen sie in einer fortschrittlichen Gesellschaft noch da sein? Ist es nicht wie mit Rassen, dass man Unterschiede sieht, aber diese nicht mehr braucht? Wir brauchen keine Rassen mehr, wir sehen nur noch Menschen. Und so auch mit Frauen und Männern: Wir brauchen keine Geschlechter mehr, es gibt nur noch Menschen.

Das wäre schön. Ich will kein Mann sein. Ich will kein Mann sein müssen. Ich sollte nicht so sein müssen, wie andere Männer sind. Niemand sollte das.

Und auch Frauen wie meine Mutter sollten nicht gezwungen sein, so zu sein, wie sie sind. Sie ist doch nur so, weil sie so erzogen wurde. Sie musste diese frauliche Rolle übernehmen. Ich habe doch Mitleid mit ihr. Sie kann auch nichts dafür, wie sie behandelt wurde.

IGI

Meine Freunde, Dyhoes und Anna, finden beide, dass ich liebenswert bin. Ich bin in meinem Innersten ja auch ein lieber Mensch. Die Gesellschaft macht mich aber zu einem Menschen, der nicht lieb wirkt. Die Gesellschaft macht mich wütend.

Irgendetwas ist nicht gut bei mir. Meine Erziehung ist das. Es kann nicht anders sein. Sie hat mich geschädigt. Normalerweise ist ein Mensch, der so reinlich ist und attraktiv, gut geraten, wenn er lieb ist, auch beliebt. Doch ich bin es nicht. Ich weiß, dass ich attraktiv bin. Ich habe schöne Augen, ein schönes reines Gesicht und ich bin ein lieber Mensch. Aber die Gesellschaft und meine Erziehung hat mich leiden lassen. Deswegen wirke ich nicht so gut, wie ich bin.

IGO

Heute war ein Freund meines werten Professors da, der Chiruwi Madusa. Er war so lieb, ihm einen Gefallen zu tun. Ich durfte ihn untersuchen. Er hatte natürlich nichts, intelligente Menschen wissen, wie sie auf ihren Körper aufzupassen haben.

Er war zuvor natürlich schon bei meinem Professor, der in seiner Praxis praktiziert, und lässt sich regelmäßig überprüfen. Dieser Freund war sehr lieb zu mir. Er war vielleicht um die 50 und hat mir Ratschläge gegeben und teilte meine Weltsicht. Ob er deine Schriften auch kennt?

IGU

Die Menschen müssten in Städten leben. Ich bin aufgewachsen in einem Dorf. Dort gibt es keinen Fortschritt. Dort gibt es keine Freiheit für Menschen mit klarem Geist. Der optimale Ort für Fortschritt ist die Stadt. Dort gibt es Austausch von Genen und Gedanken! Dort entwickeln sich Menschen weiter!

IGY

Ach mein alter Freund! Wie sehr würde ich dich gerne kennenlernen. Wie alt wärst du jetzt? Ich bin dir noch nie begegnet, wo bist du nur? Warum nur gibt es nicht noch mehr Gedanken von dir, denen ich folgen kann? Warum nur kann ich deine Gedanken zur Welt von heute nicht hören?

IK

IKA

Die einfachen Menschen essen das Falsche. Sie trinken Zuckerwasser und essen schnelles Essen. Sie werden träge, dumm, fett, aggressiv und deprimiert vom Essen. Man muss einschreiten. Ich bin verzweifelt. In dieser Welt bin ich alleine. Niemand denkt, wie ich es tue!

IKI

Sobald ich Geld habe, werde ich Partys veranstalten und dann viele junge Menschen, junge Buben einladen. Sie sollen fröhliche Menschen werden und ich tue Gutes. Wir machen im Sommer Poolpartys und trinken und speisen gemeinsam! Die Sonne wird lachen und wir werden die glücklichsten Tage haben! Ich werde den jungen Menschen bald das Leben schön machen, sie werden eine gute Kindheit haben!

IKO

Überall sieht man Werbung! Menschen, die Geld dafür bekommen, dass sie Dinge bewerben, mit denen sie niemals erfolgreich geworden wären oder die sie überhaupt nicht mögen. Unauthentisch! Ich mag diese Menschen nicht. Sie bekommen für das Täuschen Geld!

IKU

Einige Menschen scheinen sich selbst für ihr eigenes Scheitern im Leben neu verwirklichen zu müssen durch menschliche Haustiere – Kinder, sie wollen Kinder. Egoistisch!

IKY

Der Staat sollte keine Geschlechter definieren. Auch eine Frauenquote sollte es nicht geben, denn es sollte keine Geschlechter mehr geben. Verlangt nicht nur die Gesellschaft, sondern auch der Staat von mir, dass ich mich entscheide, ein Mann zu sein? Soll ich ein Mann sein und Frauen begehren? Ich kann und will es nicht glauben! Diese Gesellschaft, dieser Staat! Ich muss schnell Arzt werden und ausbrechen aus dieser Welt. Ich muss unabhängig werden. Ich sollte meine Energie positiv nutzen, doch die Gesellschaft zwingt mich dazu, meine Energie auf sie zu lenken! Eines Tages muss sie leiden und nicht immer ich!

IL

ILA

Es sterben immer mehr Vögel. Sie finden bei uns keinen Lebensraum mehr. Menschen zerschneiden den Lebensraum von Tieren und breiten sich überall aus. Dem muss man ein Ende bereiten. Dieses Unrecht treibt mich an. Ich will es nicht zulassen, dass Menschen den Tieren immer mehr Lebensraum wegnehmen. Sie müssen alle sterben wegen der Unachtsamkeit oder Gefühllosigkeit von Menschen.

Wir sind ein Krebsgeschwür für die Erde. Wir leben nicht in Gleichgewicht mit der Natur. Unsere Fortpflanzung ist nicht weise gelenkt, sie ist gar nicht gelenkt. Man müsste alle Menschen unter ein Dach bringen. Nicht einmal Europa ist geeint. Nur, wenn man die gesamte Menschheit vereint, kann man auch alle ihre Interessen vereinigen und vernünftig weiteren Fortschritt bringen.

Ich würde es ändern, wenn man mich bloß ließe. Ich würde, ich habe die Kraft in mir, ich würde leidenschaftlich und doch besonnen die Menschheit schützen und in eine gute Zukunft führen. Ich würde den einzelnen Menschen individuelle Rechte geben, die sie brauchen und der Gesellschaft alle möglichen Rechte geben, die ihrer Zukunft dienen.

Ich würde der Natur ihren Raum lassen, ganz harmonisch den Tieren ihr Leben lassen in der Natur. Ich würde Schönheit und Liebe dem Planeten, unserer einzigen Heimat geben.

ILI

Arme Menschen müssen immer mehr außerhalb der Stadtzentren wohnen. Des Geldes wegen. Am Gelde hängts … warum ist die Politik machtlos?

ILO

Ich weiß nun, endlich Bescheid um dein Schicksal. Du bist fernab der Zivilisation und studierst und denkst alleine für dich. In der weiten Welt, versorgt mit allem, was nötig, auf dass der Bauch nie zu leer zum Denken ist. Ich weiß nicht, ob ich dich beneiden soll oder nicht. Du hast eine Aufgabe vor dir und du weißt wohl, was du tust …

ILU

Hässliche Menschen sehe ich in dieser Welt. Die Biologie hat sie gestraft. Schöne Frauen werden genommen von reichen Männern. Hässliche bleiben liegen wie Fallobst. Die Übel der Natur müsste der Staat ausgleichen. Wie man Menschen mit Behinderungen besondere Wege baut und ihnen Geld gibt, so müsste man hässliche Frauen reichen Männern zuordnen, bevor diese mal mit einer schönen Frau zusammen sein dürfen. Vielleicht überwinden sie zuvor schon ihre Oberflächlichkeit und entdecken die Schönheit des Inneren, die wahre Schönheit?!

Oder man verteilt Menschen, die übrig bleiben zufällig an das präferierte Geschlecht auf Probe zwangsweise. Das Dating ist doch kein gerechter Mechanismus zum Einander-Zuordnen von Menschen. Gerechtigkeit will ich schaffen! Ich will es so sehr. Gute Menschen sollen endlich Gutes erfahren!

ILY

Warum eigentlich sind wir in dieser Generation, in der wir leben nicht so egoistisch und entscheiden uns für etwas, dass niemandem schaden würde: nachfolgende Generationen der Spezies Mensch zu verhindern?

Wem schadet es, wenn heute niemand mehr Kinder in die Welt setzt? Der Natur sicherlich nicht. Die Natur könnte sich vom menschlichen Parasiten erholen. Endlich hätte die Natur Freiheit vom Menschen.

Es wäre natürlich schade für alle schaffenden Menschen, jene, die zur menschlichen Kultur einen Beitrag leisten. Wie sollte das Erbe der menschlichen Kultur aussehen, sobald wir ausgestorben sind? Wäre es nicht gut, unsere Erkenntnisse zu vermehren und irgendwann im Austausch mit anderen Lebewesen zu stehen?

Es müssten natürlich die richtigen Menschen sich fortpflanzen …

IN

INA

Ich wäre bereit, jedenfalls wächst nun immer mehr in mir diese Vorstellung, die Sonne für einen erleuchteten Pfad für mein Volk zu sein. Ich würde den Künstler und die Hoffnung für meine Gesellschaft auf dem Weg der Besserung spielen. Für diese Rolle bin ich gewachsen. Ich denke, ich bin nun bereit dafür. Ich war und bin Programmatiker für mein Volk und mich, nun ist es an der Zeit, auch Politiker zu werden, für die Gesellschaft. Sie brauchen mich, auch wenn sie es nicht wissen. Sie würden es sogar leugnen. Doch sie wollen auch nichts davon wissen, dass sie Ablenkung nötig haben, weil sie sonst nichts mit sich anzufangen wissen. Sie brauchen mich und Zerstreuung. Die Gesellschaft muss unterhalten werden und sie müssen dennoch auf dem richtigen Pfad gebracht werden für Vernunft und Fortschritt.

Natürlich bräuchten sie weder mich, noch Zerstreuung, wenn sie selbst die Motivation hätten, das Richtige zu machen. Aber darauf kann man sich nicht verlassen, das sieht man. Es ist so. Vielleicht kann man das auch nicht erwarten. Ihre Energie nutzen sie dafür nicht. Man muss diese Energie dennoch sinnvoll lenken, eben weg von der Politik, wenn sie dort nicht zu Sinnvollem führen würde. Es ist zu dem Wohl der Gesellschaft. Es ist also eine Frage der Moral, dass das Volk Zerstreuung bekommt.

INI

Einerseits soll es keine Unterschiede mehr zwischen Geschlechtern geben, man soll sie alle gleichbehandeln, andererseits wird es ewig heißen »Frauen und Kinder zuerst«, wenn Menschen zu retten sind. Ich will die Idee von Geschlechtern auslaufen lassen. Es soll keine Geschlechter mehr geben. Sie bringen nur Nachteile. Sind sie nicht alle Menschen? Gelten nicht für alle Menschen gleiche Rechte, sollten sie nicht alle gleichwertig sein?!

Auch den Wahnsinn von Quoten darf es nicht geben, genauso wenig wie der Anlass für sie! Unternehmen, Staaten und Gesellschaften müssen Menschen blind betrachten. Für Staaten und Organisationen muss das Motto werden: »Ich kenne keine Geschlechter mehr, nur noch Menschen!«

Menschen können gut zueinander sein, wenn die Rahmenbedingungen gut sind. Sie brauchen nur etwas Hilfe. Die werde ich ihnen nun geben.


  • [1]Solche Menschen, die meinen, sie würden lieber außerhalb der Gesellschaft »wild« leben, aber kein Verbrechen ausüben.
  • [2] Nave, Gideon and Nadler, Amos and Zava, David and Camerer, Colin (2017) Single dose testosterone administration impairs cognitive reflection in men. Psychological Science . ISSN 0956-7976 . (Submitted) http://resolver.caltech.edu/CaltechAUTHORS:20170428-091020875

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